Ansichten im Wandel der Zeit. Jürgen Szajny

03.02. bis 24.03.2019

Die künstlerischen Wurzeln des Werdauer Künstlers und Kunstpädagogen Jürgen Szajny liegen in Zwickau. Hier besuchte er die Mal- und Zeichenschule. Doch nicht nur die Region um Zwickau und Werdau inspiriert den Künstler, sondern auch die Liebe zu seiner „zweiten Heimat“ Südfrankreich.

Die Ausstellung in der Galerie am Domhof war eine persönliche Rückschau auf fast 30 Jahre künstlerischen Schaffens, beginnend mit Bildern aus der Wendezeit. Auch wurden Arbeiten gezeigt, die gesellschaftliche Situationen widerspiegeln oder die Lebensansichten des Künstlers beeinflusst haben. Überwiegend waren es aber malerische Reflexionen von Landschaften und Erlebnissen auf Entdeckungsreisen durch Deutschland und Frankreich. Denn die Landschaft wurde für ihn - in der Tradition der Dresdner Hochschule - die bildnerische Form, um Gefühle ausdrücken zu können. Bevorzugte Techniken sind dabei die Acrylmalerei, das Aquarell und Pastell sowie Tusche- und Kohlezeichnung.

Seine Landschaften aus dem sonnigen Südfrankreich zeigten dunkle Wälder und abgrundtiefe Schluchten. Die Dramatik und Einmaligkeit dieser Kulturlandschaft, die geprägt wird durch die enge archaische Verbindung und Abhängigkeit von Natur und Mensch, faszinieren den Künstler ebenso wie das unvergleichliche Licht und die umhüllende Wärme, die er dort findet.

Aber Jürgen Szajnys Landschaften sind keine realen Abbilder der Wirklichkeit, sondern der malerische Ausdruck seiner Empfindungen. Es sind Bilder, die zum Wandern einladen sollen, wenn auch nur mit den Augen.